New York – The Music City
Ein Film von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis
Keine andere Stadt auf der Welt hat eine vielfältigere Musikszene als New York. Keine
andere Stadt erlebt einen so regelmäßigen Wandel durch immer neue Generationen von
Einwanderern. New York ist die Musikstadt schlechthin, das Ergebnis unerschöpflicher
Erneuerung und Inspiration durch immer neue Migrationswellen und ein einmaliger Magnet für Talente und Außenseiter aus der ganzen Welt, auf der Suche nach einem Ausweg aus bedrückenden sozialen Verhältnissen und dem ganz großen Durchbruch.
Originär entstanden sind in den Straßen New Yorks HipHop, Latin Free Style, Bebop, Disco,Punkrock und New Wave, im Künstlerviertel Greenwich Village wurde die Folk-Musik“elektrisch“, das heißt zum Folk-Rock weiterentwickelt. Dazu kommt der Salsa als eine Fusion von Musik aus Kuba, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik, die sich erst auf den Straßen der Latino-Stadtteile in den 60er Jahren ausbreitete und dann in die ganze Welt.
Immer sind es die rauen Straßen New Yorks, auf der sich neue Stilrichtungen zunächst artikulieren und messen lassen müssen. Die Musik, die Kultur der Stadt ist ein Schmelztiegel der Nationen der Welt. Untrennbar mit New York und der Geschichte der Musik verbunden ist der Jazz aus Harlem und dem legendären Cotton Club. Im New Yorker Underground spielen vor allem Andy Warhols Factory und seine Hausband Velvet Underground mit Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und der Deutschen Nico (Christa Päffgen aus Köln) eine führende Rolle.
Entgegen der Meinung, die die Geburt des Punks auf der britischen Insel sieht, entsteht die Bewegung tief in den Gossen der New Yorker Bowery schon zu einer Zeit, als man in England das Wort Punk noch mit seiner ursprünglichen Bedeutung assoziierte. Benannt nach dem einzigen Fanzine, das sich mit Bands wie den Ramones oder den New York Dolls beschäftigt, liegt der Punk-Urknall in einer avantgardistischen Szene aus New Yorker Poeten, Künstlern und Musikern, die um die Wende der Sechziger in die Siebziger ihr kreatives Unwesen treiben.
Von den Techniken der DJ-Kultur, insbesondere von DJs aus den Schwulenclubs in New York, lassen sich junge Künstler aus der Bronx inspirieren, damals eines der gefährlichsten Viertel New Yorks. Sie werden zu den Vorreitern des HipHop, der heute weltweit das Musikgeschäft dominiert.
WDR, Sonntag auf Montag, 07.03.16, 00.45 – 01.15 Uhr
Anschließend: 01.15 – 02.25 Uhr
Rockpalast – Lou Reed
Reeds Auftritt bei der Osterrocknacht im Jahr 2000, bei dem er vor allem Songs aus den Alben „Ecstasy“ (2000) und „Set The Twilight Reeling“ (1996) darbot, aber auch Tracks von Velvet Underground und aus seinem Erfolgsalbum „New York“ (1989)
Anschließend: 02.25 – 03.40 Uhr
Rockpalast – John Cale
Sein Rockpalast-Auftritt in der Zeche Bochum von 1983 ist legendär. Dabei präsentierte Cale nicht nur sein überragendes musikalisches Talent, sondern erwies sich auch als genialer, geradezu manischer Entertainer.
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