SENDETERMIN

LONDON BEAT – MUSIK ALS REVOLTE

Ein Film von Claus Bredenbrock

ARTE, Freitag, 28. Juli 2017, 22:40 Uhr

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The Rolling Stones, The Kinks, The Who, Depeche Mode, The Sex Pistols, The Clash, Linton Kwewsi Johnson, zuletzt Kate Tempest und M.I.A: Londons Musikszene hat mehr als nur große Namen und Welterfolge zu bieten: Die spannendsten und erfolgreichsten Hits aus London haben fast immer eine ernste Nachricht an das politische Establishment, das reichhaltige und vielfältige musikalische Erbe Londons ist oftmals Musik von unten gegen die immer noch von starken Klassen- und Rassengegensätzen geprägte Gesellschaft Großbritanniens. Gegen diese Grundstimmung machte eine ganz Armada von Bands und Künstlern aus London auf ihre eigene Art mobil:

Madness, Billy Bragg, Elvis Costello, The Pogues, Ian Dury, Squeeze, The Jam, Tom Robinson, ASWAD unterstützten „Rock against Racism“, nachdem ausgerechnet Eric Clapton sich abfällig über Einwanderer geäußert hatte.

CND, die Kampagne für nukleare Abrüstung, wird bei ihren Aktionen schon seit den 1950 Jahren von Musikern aller Stilrichtungen unterstützt. So machen die musikalischen Meisterleistungen gepaart mit ihrer politisch kritischen Haltung London zur innovativsten und aufregendsten Musikstadt der Welt, in der populäre Kultur, Sozialgeschichte und Musik in ungewöhnlichen Synergien Erstaunliches hervorbringen.

Der Film zeigt die Entstehungsgeschichte dieser Bands in West-London unter Einfluss von Alexis Korner, ihre Fortentwicklung in legendären Clubs wie dem „100 Club“ in der Oxford Street mit dem ersten Punk Festival bis hin zu Faithless, die schon Anfang des 21. Jahrhunderts angesichts des Krieges im Irak erkannten: „Misinformation Is A Weapon Of Massdestruction“, „Falschinformation ist eine Massenvernichtungswaffe!“ Live-Auftritte der wichtigsten Bands veranschaulichen die abwechslungsreiche Geschichte der Revolte in der Musik Londons, Musiker wie Billy Bragg und Dave Randall (Faithless), Aktivisten wie Don Letts (The Clash), Viv Albertine (The Slits) und andere erzählen von den Hintergründen dieser Entwicklung.

„Where’s the revolution? Come on people, you’re letting me down!”
Depeche Mode, 2017

 

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DIE US- PRÄSIDENTEN UND DER KRIEG

Ein Film von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis

WDR, 2.11.2016, 23.25 Uhr

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„Wenn man die Anzahl der Kriege zusammenzieht, die asymmetrischen und verdeckten Kriege eingeschlossen, dann gab es praktisch in jedem Jahr der amerikanischen Geschichte Krieg“ sagt William R. Polk, Historiker und Diplomat unter Präsident John F. Kennedy.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist zugleich Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das Militärbudget der USA ist höher als das der nächsten acht Staaten in der Weltrangliste für Militärausgaben zusammengenommen. Eine Zahl, die eindrucksvoll die imperiale Vormachtstellung der USA belegt. Der Weg dorthin war blutig, kriegerische Auseinandersetzungen ziehen sich – von George Washington bis Barack Obama – wie ein roter Faden durch die Geschichte des Landes. Die Leitlinien der US-Außenpolitik folgen dabei meist den Wirtschaftsinteressen der führenden Industrien im Lande. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es so zu offenen Militäreinsätzen in China, Korea, Guatemala, Indonesien, Kuba, Kongo, Peru, Laos, Vietnam, Kambodscha, Grenada, Libyen, El Salvador, Nicaragua, Panama, Irak, Bosnien, Sudan, Jugoslawien, Afghanistan und Syrien. Hinzu kommen verdeckte Operationen der CIA, wie 1953 der Sturz des demokratisch gewählten iranischen Präsidenten Mossadegh, sowie Interventionen durch einen der 16 Geheimdienste weltweit, immer mit Wissen oder auf Anordnung des jeweiligen Präsidenten.

Alle waren sie Männer, die Ausnahme von der Regel könnte sich am 08. November 2016 bei der Wahl zum 45. Präsidenten der USA ereignen: mit Hillary Clinton hat erstmals eine Frau die Chance, Präsidentin zu werden, wenn sie sich gegen den Mitbewerber Donald Trump durchsetzt.

Der Film zeigt die Geschichte der Präsidenten und besucht dazu die Original-schauplätze amerikanischer präsidialer Machtausübung. Die Reise geht von Washington über New York und Boston nach Virginia, South Dakota und Kalifornien, dem Bundesstaat, in dem die Rüstungsindustrie und Silicon Valley einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Wahl haben.

Unbekannte und selten gesehene Archivaufnahmen zu den einzelnen Epochen amerikanischer Geschichte werden zeigen, dass sie nie ohne Widersprüche verlief.

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Phoenix wiederholt an drei Tagen „San Francisco – Flower und Power“.

Ein Film von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis.

 

Sendetermine 
18.06.2016 um 15:00 Uhr
19.06.2016 um 09:00 Uhr
21.06.2016 um 03:00 Uhr

Sie gilt als Hauptstadt der Hippies und Zentrum des „Flower Power“, besungen in Songs wie „San Francisco“ von Scott McKenzie oder „San Franciscan Nights“ von Eric Burdon. Hits, die 1967 entstanden, in jenem Jahr, das mit dem „Summer of Love“ in die Geschichte eingegangen ist.

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Brigid Dawson und Petey Dammit von „Thee Oh Sees“ einer der angesagtesten Independent-Bands in der Bay Area

Neben alten und neuen Hits der Musikszene von San Francisco und der Bay Area zeigt der Film die besondere musikalische Bedeutung der Hafenstadt an der Westküste der USA. Bedingt durch die Entwicklungen im Silicon Valley und die Elite Universitäten Berkeley und Stanford beeinflusst die Bay Area bis heute die gesellschaftlichen Entwicklungen weltweit und das ist auch in der Musik zu hören.

 

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New York – The Music City

Ein Film von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis

 

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Keine andere Stadt auf der Welt hat eine vielfältigere Musikszene als New York. Keine
andere Stadt erlebt einen so regelmäßigen Wandel durch immer neue Generationen von
Einwanderern. New York ist die Musikstadt schlechthin, das Ergebnis unerschöpflicher
Erneuerung und Inspiration durch immer neue Migrationswellen und ein einmaliger Magnet für Talente und Außenseiter aus der ganzen Welt, auf der Suche nach einem Ausweg aus bedrückenden sozialen Verhältnissen und dem ganz großen Durchbruch.

Originär entstanden sind in den Straßen New Yorks HipHop, Latin Free Style, Bebop, Disco,Punkrock und New Wave, im Künstlerviertel Greenwich Village wurde die Folk-Musik“elektrisch“, das heißt zum Folk-Rock weiterentwickelt. Dazu kommt der Salsa als eine Fusion von Musik aus Kuba, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik, die sich erst auf den Straßen der Latino-Stadtteile in den 60er Jahren ausbreitete und dann in die ganze Welt.

Immer sind es die rauen Straßen New Yorks, auf der sich neue Stilrichtungen zunächst artikulieren und messen lassen müssen. Die Musik, die Kultur der Stadt ist ein Schmelztiegel der Nationen der Welt. Untrennbar mit New York und der Geschichte der Musik verbunden ist der Jazz aus Harlem und dem legendären Cotton Club. Im New Yorker Underground spielen vor allem Andy Warhols Factory und seine Hausband Velvet Underground mit Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und der Deutschen Nico (Christa Päffgen aus Köln) eine führende Rolle.

Entgegen der Meinung, die die Geburt des Punks auf der britischen Insel sieht, entsteht die Bewegung tief in den Gossen der New Yorker Bowery schon zu einer Zeit, als man in England das Wort Punk noch mit seiner ursprünglichen Bedeutung assoziierte. Benannt nach dem einzigen Fanzine, das sich mit Bands wie den Ramones oder den New York Dolls beschäftigt, liegt der Punk-Urknall in einer avantgardistischen Szene aus New Yorker Poeten, Künstlern und Musikern, die um die Wende der Sechziger in die Siebziger ihr kreatives Unwesen treiben.

Von den Techniken der DJ-Kultur, insbesondere von DJs aus den Schwulenclubs in New York, lassen sich junge Künstler aus der Bronx inspirieren, damals eines der gefährlichsten Viertel New Yorks. Sie werden zu den Vorreitern des HipHop, der heute weltweit das Musikgeschäft dominiert.

WDR, Sonntag auf Montag, 07.03.16, 00.45 – 01.15 Uhr

 

Anschließend: 01.15 – 02.25 Uhr
Rockpalast – Lou Reed

Reeds Auftritt bei der Osterrocknacht im Jahr 2000, bei dem er vor allem Songs aus den Alben „Ecstasy“ (2000) und „Set The Twilight Reeling“ (1996) darbot, aber auch Tracks von Velvet Underground und aus seinem Erfolgsalbum „New York“ (1989)

Anschließend: 02.25 – 03.40 Uhr
Rockpalast – John Cale

Sein Rockpalast-Auftritt in der Zeche Bochum von 1983 ist legendär. Dabei präsentierte Cale nicht nur sein überragendes musikalisches Talent, sondern erwies sich auch als genialer, geradezu manischer Entertainer.

 

 

„Auf Kohle geboren“

Jetzt auf DVD erhältlich!

Auf der neuen DVD „Auf Kohle geboren – Die Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Westfalen“ zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die wechselvolle Geschichte vom Steinkohlenbergbau als Schlüsselindustrie der Nachkriegszeit zum Sorgenkind der bundesrepublikanischen Wirtschaft.

Die Menschen stehen im Mittelpunkt des Filmes des Regisseurs Claus Bredenbrock. Zunächst geht es um den Bergmann als umworbenen Facharbeiter. 20 Jahre später ist aus ihm der buchstäblich „auf Halde“ geschobene Arbeitslose geworden. Das Leben auf und mit Kohle steckt im Strukturwandel mit unsicherem Ausgang. Während die Filmbilder von Protestaktionen laufen, bringt es der Gewerkschaftsvorsitzende Walter Arendt 1966 auf den Punkt: „1945, da war der Bergmann ein verhätschelter Mann, da sagte man, er ist der Aristokrat der Arbeitnehmer, er ist der erste Mann im Staat. Im Jahre 1966, da möchte man diesem Bergmann am liebsten in den Hintern treten.“

Bredenbrock zeigt, wie die Menschen und die Politik auf die Krise reagiert haben. Können die Zechen auch nicht gehalten werden, so wird um die Arbeitersiedlungen erbittert gerungen. An vielen Stellen werden die alten Produktionsanlagen abgerissen, stellenweise werden sie als Museum oder mit einer anderen neuen Nutzung erhalten. In Bochum gelang es 1960 mit hohem finanziellem Engagement die Ansiedlung von „Opel“, was für vier Jahrzehnte viele Arbeitsplätze sicherte. In Gelsenkirchen wurde 1997 das Gelände „Nordstern“ mit hohem finanziellem Aufwand für die Bundesgartenschau hergerichtet. In Ibbenbüren am Teutoburger Wald wird 2018 die letzte Steinkohlenzeche Westfalens – und Deutschlands – geschlossen; das voraussichtliche Ende eines über 150-jährigen Kapitels westfälischer Geschichte. Viele Industrieanlagen bleiben als Kulturzeugnisse erhalten und gehören somit weiter zum Leben der Menschen in der Region.

Einen besonderen Schwerpunkt legt der Film auf die Städte Gelsenkirchen und Bochum. In beiden Städten war der der Kohlebergbau Jahrzehnte lang markant im Stadtbild wahrzunehmen, und beide haben über viele Jahre hinweg Filme und Jahreschroniken hergestellt, deren Bilder eine wichtige Quellenbasis für die Dokumentation bilden.

Auf Kohle geboren.
Die Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Westfalen

DVD mit dem Film „Auf Kohle geboren“ (ca.28 Min.)
und den historischen Filmen „Ich und Mr. Marshall“, 1949 (ca. 13 Min.),
„Stadt der tausend Feuer, 1950 (ca. 12 Min.),
einem Zusammenschnitt „FC Schalke 04 in den Stadtfilmen von Gelsenkirchen“ (ca.6:30 Min.) sowie „Automatisierung von Gewinnungsmaschinen“, 2009 (ca. 8 Min.),
sechsseitiges Booklet mit Hintergrundinformationen zu den Filmen.

Bestellen können Sie den Film unter:

https://www.lwl.org/lwl-medienzentrum-shop/index.php?page=product&info=221

Premiere

Auf Kohle geboren – Der Steinkohlenbergbau in Westfalen

Im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und insbesondere anhand der Stadtfilme aus Gelsenkirchen und Bochum wird eine DVD vorgestellt, die die Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Westfalen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges präsentiert, eine Geschichte, die 2018 mit der Schließung der letzten Schachtanlage in Ibbenbüren endgültig zu Ende gehen wird. In einem von Claus Bredenbrock montierten 30 Minuten langen Einführungsfilm ist zu sehen, welche Umwälzungen und Veränderungen das westfälische Kohlenrevier zu bewältigen hat und welche Perspektiven sich für die Region in Zukunft ergeben. Der Film ist als Hommage an die Menschen gedacht, deren Einsatz nicht nur Westfalen sondern die gesamte Bundesrepublik Deutschland viel zu verdanken hat.

 Sonntag, 14. Juni 2015, 10 Uhr, Schauburg Filmpalast,

Horster Straße 6, 45897 Gelsenkirchen-Buer

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Vier Tote in Ohio – Ein amerikanisches Trauma

 Ein Film von Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis

In Gegenwart der amerikanischen Fernsehsender CBS, NBC und ABC werden am 4. Mai 1970 an der Universität von Kent im US-Bundesstaat Ohio vier Studentinnen und Studenten von Soldaten der Nationalgarde erschossen und neun weitere zum Teil schwer verletzt.
Der Hintergrund dieser Tragödie: Am Vormittag dieses 4. Mai haben sich Studenten der Universität friedlich auf dem Campus versammelt, um gegen die Ausweitung des Vietnam-Krieges nach Kambodscha zu demonstrieren. Bewaffnete Nationalgarde marschiert auf und eröffnet das Feuer, „ohne bedroht oder in Gefahr zu sein“, wie später das FBI feststellt. Innerhalb von nur 13 Sekunden werden mindestens 67 Schüsse abgefeuert. Die Studenten Allison Krause, Bill Schroeder, Sandy Scheuer und Jeff Miller sind auf der Stelle tot. Dass sie mehrheitlich deutsche Namen tragen, ist kein Zufall; ihre Vorfahren waren aus Deutschland in die USA emigriert. Sandy Scheuers Vater Martin Scheuer war in den dreißiger Jahren aus Nazi-Deutschland geflohen, weil er wollte, so hatte er einmal gesagt, „dass seine Kinder in einem freien Land aufwachsen.“Da sich das Ereignis vor dem Gebäudetrakt für „Journalismus und Massenkommunikation“ abspielt, entstehen neben den Fernsehaufnahmen auch Filmaufnahmen auf Super 8 und 16 mm, eine Vielzahl von Fotos werden gemacht. Diese Archivdokumente bilden den Ausgangspunkt der WDR-Dokumentation.Dass trotz einiger hundert Augenzeugen kein Soldat der Nationalgarde für die Schüsse auf unbewaffnete Studenten bestraft wurde, macht den 4. Mai 1970 zu einem bis heute unverarbeiteten Trauma in der Geschichte der USA. In dem Film erinnern sich Augenzeugen, Verletzte und der ehemalige ARD-Korrespondent in den USA, Klaus Bölling, an die Bedeutung dieses Ereignisses, das den Anfang vom Ende der Präsidentschaft Richard Nixons begründete.Auch prominente Popmusiker nahmen damals Stellung. Auf die Ereignisse in Kent State reagieren CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG mit dem Song „Ohio“, die ISLEY BROTHERS bringen kurz darauf eine Version von „Ohio“ heraus, die den Song mit „Machine Gun“ von JIMI HENDRIX verknüpft, ein Stück, das HENDRIX selbst wenige Wochen nach den Ereignissen in Ohio als musikalischen Kommentar vor Studenten in Berkeley präsentierte.

Nominiert für den Grimme–Preis

Sonntag auf Montag, 3./ 4. Mai 2015, 01.30 – 02.30 Uhr , WDR ,
Wiederholung anlässlich des 45. Jahrestages